Liebe Mitstreiter*innen aus Tangendorf, Wulfsen und Garstedt:

aus aktuellem Anlass:

Fünf auf einen Streich! 

Wer hätte das gedacht…

Erst vor ein paar Monaten gegründet, hat die ZUS gleich fünf von 13 Gemeinderatssitzen erkämpft!

Gratulation!

Da werden bestimmt bessere Ideen für unsere Dörfer entstehen- und es bringt frisches Blut in den Rat.

Wir freuen uns sehr und sind gespannt, wie es weiter geht!

Wir sind auch weiterhin sehr interessiert daran, den Gemeinderat zu informieren und zu unterstützen.

Wer wir sind und was bisher geschah:

eins steht fest: wir sind nicht mehr allein!

In den Wochen seit Bestehen unserer Bürgerinitiative ist viel Information in die Runde gegangen und hat natürlich auch Reaktionen hervorgerufen.

Betroffene, erschütterte und verständnislose  Bürger sehen nun die Notwendigkeit für eine  Bürgerinitiative.

Dokumentiert wird dies durch fast 10.000 Online- Unterschriften für unsere Aktion. 

Danke dafür.

Erster Erfolg:

Die Infoveranstaltung für alle Bürger*innen zum Thema „Erweiterung des Kiesabbaus“, zu der der Samtgemeindebürgermeister Krause uns alle eingeladen hat.

Schön, dass er zufrieden ist mit der Resonanz, wie er sagt.

Schön, dass wir ihm zu dieser Resonanz verhelfen konnten.

Obwohl die Veranstaltung- nicht besonders arbeitnehmerfreundlich- für 17.00 Uhr angesetzt war und viele von euch deshalb nicht teilnehmen konnten, war nicht nur die Besucherzahl mit über 240 Personen sehr hoch, sondern auch die Anteilnahme im Chat ausgesprochen rege und engagiert. Die vielen Fragen, die dort aufgeworfen wurden sind leider bisher nicht beantwortet worden. 

Bürgertische stehen nach Aussage des Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause für den September an, ob vor oder nach den Wahlen ist allerdings noch offen.

Am 14. Juli sind wir in die Offensive gegangen: unsere Infoveranstaltung war ein voller Erfolg! Die komplette Veranstaltung findet ihr auf Youtube:

Es war auch hier auf der Veranstaltung spürbar, dass ihr alle euch große Sorgen um unsere Zukunft hier in unseren Dörfern macht. So wie wir.

Unsere Gäste:

Matthias Schuh, passionierter Wildbotaniker und Museumsgärtner im Kiekeberg Museum, der bereits mehrfach das Gebiet durchstreift und sich einen Eindruck gemacht hat, gab eine erste Einschätzung darüber ab, wie schützenswert dies Sumpfgebiet ist und stellte die Vermutung in den Raum, dass der geplante Nassabbau für den Pferdebach das gleiche bedeuten könnte was in seiner Gemeinde Vierhöfen mit dem Dorfbach passiert ist: auf einmal war er irreversibel weg.

Volkmar Block, Kreistagsabgeordneter und Leiter des Umweltausschusses dort informierte uns darüber, wie der Ablauf eines solchen Genehmigungsprocederes im Kreis ist, erzählte von seinen Erfahrungen und gab uns Empfehlungen, wie wir uns mit unserem Thema Gehör verschaffen können

Filmreihe: Wald oder Kies

Wir haben die jungen Journalistinnen Laura Schmitt und Caroline Becker gebeten, Fragen zu stellen und mit Bürger*innen und Expert*innen über eine mögliche Erweiterung des Kiesabbaus zu sprechen. In ihrer Filmreihe “Wald oder Kies” arbeiten sie Stück für Stück die einzelnen Aspekte der Diskussion auf. Diese Filme sind in unserer Galerie einzeln noch einmal anzusehen.

einige Reaktionen unserer Zuschauer:

Liebes Team, ich wollte mich nochmal für die wirklich sehr informative und interessante Infoveranstaltung von gestern Abend bedanken! Der Naturschützer ist mir sogar bekannt aus Film- und Fernsehen, ich halte viel von ihm sowie von dem Experten aus Vierhöfen.

Und ich finde, Ihr habt die Veranstaltung sehr gut geleitet, auch mit den Einspielern und verschiedenen Vorträgen.

Es ist sicher noch viel zu tun, ich hoffe, der Kiesabbau kann gestoppt werden oder wenigstens nur ein viel kleineres Gebiet genehmigt werden, womöglich auch ganz woanders, wo kein Wald betroffen ist! (Susanna L.)

Liebe BI, vielen Dank für diese tolle Infoveranstaltung !

Das war sehr fundiert, super organisiert, interessant, voller Informationen, tolle professionelle Beiträge, die Filmbeiträge und das Team der Hammer ! (Annette B)

Einen schönen guten Abend Ihr Aue-Aktivisten,

 das war eine großartige und sehr informative Veranstaltung, die Ihr meiner Meinung nach sehr professionell gestaltet und geführt habt. Ich habe über YouTube zugeschaut und bin gespannt darauf, ob von der politischen Seite noch Reaktion kommen werden direkt zu Euch…..(Gudrun K)

Ihr seid sowas von klasse???? Immer noch restlos begeistert. Sowas von professionell und informativ und anschaulich! Shout-out and die jungen Kolleginnen. Spitzenjob. Hoffe, Ihr gönnt Euch allen ne gute Flasche jetzt. (Johanna R.)

Soviel zu uns.

Hier noch ein paar Stichpunkte aus der Veranstaltung vom 9.6.2021 der Referenten des Gastgebers, Samtgemeinde- Bürgermeister Wolfgang Krause:

– Herr Ziel, Vertreter des Landkreises, hat auf Nachfrage des Moderators, Herr Wilken bestätigt, dass der Landkreis auf eine Anfrage der Samtgemeinde und der Gemeindenhin aktiv wurde. 

Die Behauptung der Samtgemeinde, es gäbe keine Möglichkeit der Einflussnahme durch die Gemeinden ist also schlicht falsch. 

Das ganze Verfahren startet jetzt, weil aus den Gemeinden heraus im Interesse der Fa. Lütchens der Landkreis um Prüfung der Änderung gebeten wurde.

Es stimmt schon, dass der Landkreis am Ende die Entscheidung fällt. 

Bei einer Änderung des RROPs müssen aber alle Stimmen gehört werden, da jeder ein Recht auf Einsprucherhebung hat! 

Im ROP des Bundes steht explizit, dass in einem öffentlichen Verfahren alle Ebenen – von der Kommune bis zum Kreis – befragt und ein Stimmungsbild eingeholt werden muss. Das bedeutet für uns: Wenn unsere Gemeinderatsmitglieder den Antrag durchwinken, weil sie meinen, eh keine Entscheidungsmacht zu haben, entsteht der Eindruck bei der Samtgemeinde, dass Toppenstedt/Tangendorf dem Antrag zustimmt. Und so wird es dann die Samtgemeinde auch an den Kreis weitergeben. Deshalb fordern wir unsere Gemeinde- und Samtgemeinderatsmitglieder auf, „Nein“ zu dem Antrag zu sagen!

– Jörg Knaack, Landschaftsarchitekt und Begleiter der Abbaupläne der Firma Lütchens, hat in seiner Präsentation ein paar Beispiele für „gelungene“ mögliche Renaturierungsmaßnahmen gezeigt: 

eine brachliegende Magerwiese oder ein Industriegebiet  wie zwischen Garstedt und Neu- Garstedt schwebt nicht nur der Fa. Lütchens und ihren Landschaftsplaner vor, sondern auch der Naturschutzbehörde.

Da stellt sich natürlich eine weitere brennende Frage die wir nicht beantworten können: soll das der Ersatz für unseren schönen Wald sein? Oder vielleicht doch, wie auf der eindrucksvollen Karte aus dem Vortrag von Herrn Knaack, der mit der Firma Lütchens zusammenarbeitet: ein riesiger Baggersee?

https://www.salzhausen.de/portal/seiten/dialogverfahren-rohstoffgewinnung-909000431-20190.htmlOder beides? Baggersee UND Industriegebiet?

Und was passiert unter diesen Umständen mit dem Naturschutzgebiet Pferdebach und Auetal?

Der Abbau im jetzt vorhandenen Areal soll vertieft werden und dann wird das Wasser fließen

Was für Auswirkungen die Störung des Wasserhaushaltes durch den Nassabbau und der fehlende Wald auf die Bodenbedingungen im Naturschutzgebiet haben, kann man sich ausmalen.

Übrigens: was bisher an Renaturierungsmaßnahmen in der vorhandenen Grube unternommen wurde, wird dann wohl wieder zerstört.

Wann unter diesen Bedingungen überhaupt ein Zaun wegkommt und wir wieder Zugang zur Landschaft haben, ist sehr fraglich.

Und hier fassen wir noch einmal die Ausgangssituation zusammen: der restliche Wald zwischen Wulfsen und  Tangendorf soll im Trocken- und Nassabbau verschwinden und zusätzlich sollen in Wulfsen und Garstedt neue Abbaugebiete entstehen.

Dazwischen die Aue und der Pferdebach, die als FFH- Schutzgebiet (Flora- Und Fauna- Habitat) streng geschützt sein sollten.

Auf dieser Karte seht ihr, um welche Gebiete es bei der möglichen Erweiterung geht:

Karte der geplanten Abbaugebiete

Vor 22 Jahren, als der Sandabbau für die Firma Lütchens an der damaligen Bürgerinitiative mehr oder weniger vorbei genehmigt wurde, gab es vier Versprechen: 

-keine Bauschutt-Zertrümmerungsanlage.

-der Abbau ist nach ca 20 Jahren beendet

-der Wald wird nicht angetastet (Lütchens hatte den Abbau dort schon damals beantragt)

-es wird in drei Schritten aufwändig und unter Aufsicht der Behörden fachgerecht renaturiert.

Heute schauen wir zurück und sehen, dass wenig Verlass auf Versprechen ist.

Wir haben über 20 Jahre lang still gehalten, kein Wort darüber gesagt, als die Heide- und Brachlandschaft ausserhalb des Dorfes mehr und mehr zu einem abgesperrten Mondkratergebiet verkam.

Wir haben uns nicht gewehrt, als dann auf einmal doch die Zertrümmerungsanlage unser Dorf beschallte.

Wir ziehen die Köpfe ein und schweigen immer noch, wenn schwer beladene Kieslaster im Minutentakt durch unser Dorf donnern- sie haben keine Zeit für Rücksicht auf Fussgänger, denn es wird im Akkord gefahren.

Hier noch einmal unsere Forderungen vom Ende unserer Veranstaltung:

  1. der Wald bleibt voll umfänglich erhalten
  2. das FFH- Gebiet soll geschützt und gepflegt werden
  3. kein Zentimeter mehr Abbau als 2017 genehmigt
  4. nicht in der Länge, nicht in der Breite und schon gar nicht in die Tiefe
  5. kein Nassabbau nirgendwo.
  6. Die Grundwasserversorgung darf nicht gefährdet werden
  7. sofortige Renaturierung der bereits abgebauten Flächen
  8. der Zaun muss weg
  9. zur Kiesgewinnung sollen ausschließlich Gebiete erster Ordnung in Betracht kommen

Nun kommt es drauf an! Bürger*innen, Einheimische und Zugezogene, Gemeinderät*innen und Bürgermeister*innen, ja auch ihr Sachbearbeiter*innen in den Behörden: Ihr könnt in die Geschichte unserer Dörfer eingehen als die Generation, die vorbildlich unseren Wald, das benachbarte Naturschutzgebiet und damit auch das Weltklima beschützt hat. Was gibt es Ehrenvolleres im Jahr 2021?

Spenden für den Wald

Wer die Bürgerinitiative finanziell unterstützen will, hilft uns, weiter zu kämpfen: Das Paypalkonto ist derzeit geschlossen, aber wir sind dankbar für jeden, auch kleinen Betrag! Bringt uns einfach das Geld bar vorbei- Nele + Ekke Braas, Am Schulberg 4, Tangendorf- oder überweist es auf das Konto Cornelia Braas, IBAN DE58200800000400528400.

Danke!

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