Galerie & Texte

Hier findet ihr fotografische und bildliche Impressionen aus dem Waldgebiet, das abgeholzt werden soll und aus dem angrenzenden Naturschutzgebiet Auetal.

In loser Folge erscheinen hier Texte und Bilder, in denen wir unsere Begegnungen mit dieser schönen Natur und den Menschen, die sich vor sie stellen, um sie zu schützen, zusammenfassen.

Party auf dem Wiesenbärenklau

Ein Fest für alle Insekten. Und damit für die Tiere und Pflanzen am Pferdebach. Für eine lebendige Artenvielfalt!

Schiere Schönheit und schwerer, süßer Duft:

so erkennt man das Geissblatt, auch genannt “Je- länger-je lieber” im Wald. Nach einem Regenschauer duftet es besonders schön…

Matthias Schuh:

Hallo liebe Pferdebach/Aue-Fans….Ich habe mir in den letzten Wochen die verschiedenen Biotoptypen des Gebietes angeschaut. Quellwälder, Auwälder, Sickerwiesen usw.. Heute stand der Biotoptyp ‘Hochstaudenflur’ auf dem Programm. Neben den großen Stauden spielen Insekten natürlich eine Rolle!

Wald oder Kies?

Wir haben die jungen Journalistinnen Laura Schmitt und Caroline Becker gebeten, Fragen zu stellen und mit Bürger*innen und Expert*innen über eine mögliche Erweiterung des Kiesabbaus zu sprechen. In ihrer Filmreihe “Wald oder Kies” arbeiten sie Stück für Stück die einzelnen Aspekte der Diskussion auf.

Im Sommerwald (2)

jetzt blüht es und die ersten Früchte sind sichtbar, so anders das Grün, als im Frühling…

Im Sommerwald (1)

in all seiner Üppigkeit und Kraft lädt unser Wald zum wandern ein

Mein Freund

Der Wald ist mein Freund.

Wenn ich wütend bin, besänftigt er mich.

Wenn ich mich überfordert fühle, umfängt er mich

Wo Menschen sich im Ton vergreifen, schweigt er still.

Wenn Krach mich umgibt- er kann schweigen.

Er ist das Dach über mir und der weiche Boden unter mir.

Er lässt mich vergessen, was für Zickereien Menschen sich ausdenken: 

wer um seine Existenz kämpfen muss, sommers wie winters, in Trockenheit und Regenfluten, Kälte und Hitze, hat keine Zeit für blöde Spielereien.

Wenn mir alles zu viel ist, weiß ich, wohin ich gehe.

Der Zaun muss weg!!

Die Sumpflilien blühen

ein Morgenspaziergang am Pferdebach: die Natur verändert sich mit Riesenschritten, der Wald ist nicht mehr frühlingshaft zart sondern üppig und dicht in seinem Grün. Die Vegetation hat sich so prächtig entwickelt, dass kein Fleckchen braune Erde mehr zu sehen ist.

Johanna Romberg, preisgekrönte Journalistin und Autorin von Büchern zum Thema Natur- und Vogelschutz begleitet unsere Bemühungen, den Wald und das Auetal zu schützen und vor der Zerstörung zu retten.

Bestandsaufnahme der Vogelpopulation im Wald, am Pferdebach und in der Kieskuhle

Jede Landschaft hat ihren eigenen Sound. Das Rauschen der Baumkronen und das Trommeln der Spechte im Wald, das Summen der Insekten auf Wiesen und Feldrändern, Froschquaken und Wasserplätschern in einer Flussaue.

Im Frühling sind es vor allem die Vögel, die den Soundtrack einer Landschaft prägen. Selbst wenn man mit verbundenen Augen spazieren ginge – man würde am Gesang von Drosseln, Meisen, Laubsänger, am Zwitschern von Spatzen und Finken sofort erkennen, wo man sich gerade befindet. Nicht nur, ob im Wald, auf der Heide, am Dorfrand oder draußen in der Pampa. Die Vögel „erzählen“ auch etwas über den Charakter der jeweiligen Gegend, und man muss, um den zu erkennen, nicht mal einzelne Stimmen identifizieren können. Es reicht, einer simplen Regel zu vertrauen: Je größer der Vogelchor ist, je verschiedener die Stimmen darin, desto lebendiger und naturnäher ist auch die besungene Landschaft, desto größer ihre Vielfalt an Pflanzen, Insekten und anderen Lebewesen.

Der Auwald am Pferdebach wirkt sehr lebendig an diesem Sonntagmorgen Ende Mai. Wobei das, was wir „Morgen“ nennen – 9 Uhr – aus Vogelsicht schon eher später Vormittag ist: Der eigentliche Frühjahrs-Frühchor beginnt bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang; in den beiden Stunden danach lässt sich jeder Vogel hören, der ein Revier markieren, ein Weibchen anlocken oder einfach nur seine Anwesenheit kundtun will. Wenn aber, wie heute, das Wetter günstig ist – mild, windstill, kein Regen – singen die Vögel, genau gesagt, die erwachsenen, ein Revier beanspruchenden Männchen, auch noch bis weit in den Tag hinein. 

Wir müssen auf unserem Weg durch den Wald immer wieder anhalten, um die einzelnen Stimmen zu „sortieren“, denn meistens erklingen in Hörweite fünf bis sechs gleichzeitig. Wir hören vor allem die „üblichen Verdächtigen“, also die typischen Waldvögel, die mittlerweile auch in Gärten zuhause sind – überall dort, wo ein paar ausgewachsene Bäume beisammenstehen. Das sind: Amseln, Singdrosseln (auffallend kreativ und variabel singen sie hier), Zaunkönige (so laut, dass sie alles übertönen, was sich im näheren Umkreis hören lässt) jede Menge Mönchsgrasmücken (ca. alle 50 Meter eine) und ebenso viele Buchfinken. Nicht ganz so viele Rotkehlchen (die singen meist eher in der Morgen- und Abenddämmerung), aber reichlich Zilpzalpe, Blau- und Kohlmeisen sowie die unvermeidlichen Ringeltauben. Der Bruchwald scheint außerdem ein Hotspot für Gartenbaumläufer zu sein; das sind die kleinen Braunen, die wie Mäuschen an Baumstämmen auf und ab huschen. Spechte gibt es natürlich auch, vor allem Buntspechte, die häufigsten ihrer Artfamilie bei uns. In einer Höhle in Wegnähe zirpen mehrere Jungspechte, die, nach der Kräftigkeit ihrer Stimmen zu urteilen, in den folgenden Tagen vermutlich ausfliegen werden. Ein Schwarzspecht verrät sich durch seine durchdringenden, gurgelnden Flugrufe.

Wir registrieren auch einige nicht so häufige Arten: einen Trauerschnäpper etwa, der sich vermutlich in einer von Spechten perforierten Baumruine niedergelassen hat. Solch „stehendes Totholz“, wie Waldökologen es nennen, bietet nicht nur Premium-Wohnraum für Vögel, Fledermäuse, Siebenschläfer und andere Kleintiere. Es wirkt wie ein Inkubator für das gesamte Waldleben, vor allem die Lebewesen, die den größten Teil davon ausmachen: Insekten und Pilze. Je mehr stehendes Totholz Förster und Waldbesitzer dulden, desto größer ist nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die lebende Biomasse eines Waldes. In der Aue gibt es reichlich vor sich hin sterbende Altbäume; es würde bestimmt lohnen, sie mal mit einem Käferkundler oder Pilzexperten zu inspizieren.

Jetzt aber wieder zu den Vögeln, Kategorie: nicht so häufig. Zwei Gartengrasmücken in Waldrandnähe haben uns aufhorchen lassen, weil diese Singvögel bei weitem nicht (mehr) so häufig sind wie ihre Verwandten, die Mönchsgrasmücken. Was vor allem daran liegt, dass die einen jedes Jahr zweimal die Sahara überqueren, während die anderen in den vergangenen Jahrzehnten zusehends dazu übergegangen sind, den Winter auf den Britischen Inseln zu verbringen. Das macht sie unempfindlicher gegenüber den Gefahren, denen die klassischen Langstreckenzieher ausgesetzt sind: Jagd, Zerstörung von Rast- und Überwinterungsgebieten, Klimawandel. 

Ein anderer weitgereister Zugvogel wird unser unbestrittenes Highlight des Tages: Von der Wiese südlich der Aue aus hören wir einen Pirol. Der sollte sich hier auch wohlfühlen; feuchte Laubwälder gehören zu seinen Lieblingsbiotopen. 

Die Wiese selbst wirkt akustisch wie ein Funkloch, völlig still. Kein Vogellaut, kein Insektengesumm im Luftraum darüber. Was auch kein Wunder ist: Die Wiese ist bei genauem Hinsehen keine, sondern vielmehr ein Acker, auf dem hochgedüngte Halme weniger Grasarten dominieren. Weil daneben kaum Wildkräuter hochkommen, gibt es keine Insekten, und ohne Insekten lassen sich auch keine Vögel blicken und hören.

Auf der anderen Seite der Wiese wird es wieder lebendiger. Der Kiefernwald klingt anders als die Aue; die Vogeldichte ist hier nicht so hoch, weil der Boden trockener ist und statt ausgewachsener Laubbäume verschiedener Arten die vor wenigen Jahrzehnten gepflanzten Kiefern dominieren. Aber Meisen, Singdrosseln, Rotkehlchen und Buchfinken gibt‘s auch hier, außerdem einen Fitis, den ersten heute. Und am Südrand des Walds beobachten wir mehrere Vögel einer Art, die in der normalen Landschaft rar geworden ist: Baumpieper. Die sind, wie so viele heimische Singvögel, farblich eher unauffällig, aber dennoch spektakulär. Denn sie lassen sich im Balzflug senkrecht von Baumwipfeln herabgleiten, ohne einen Flügelschlag, so dass man manchmal beim Zusehen schon Angst kriegt, sie könnten eine Bruchlandung hinlegen. Aber sie bremsen immer im letzten Moment ab. 

Am Südrand des Kiefernwalds liegt das, was man eine Demonstrationsfläche nennen könnte. Der Spargelacker demonstriert eindrucksvoll, wie gründlich moderne Intensivlandwirtschaft einer Fläche jedes Leben austreiben kann. Über den kahlgespritzten Furchen, aus denen nur ein paar einsame Spargelköpfe hervorragen, regt sich nichts; rein akustisch könnte dies auch ein Supermarktparkplatz nach Ladenschluss sein. Erst in der Nähe der Kiesgrube kann man die Landschaft wieder hören. Und es sind andere Vögel, die hier für den Soundtrack sorgen. Denn wir laufen zwar noch am Waldrand entlang, aber neben uns dehnt sich eine weite offene Landschaft. Aus Menschensicht mag die Abbaugrube eine unansehnliche, von Baggern verwüstete Mondlandschaft sein, aus Sicht der typischen Acker- und Wiesenvögel ist sie jedoch durchaus einladend, denn sie bietet, was in der umliegenden Feldflur selten geworden ist: Wildkräuter, die nicht mit Pestiziden weggespritzt worden sind, offene Sandflächen, die wärmeliebende Insekten wie Sandbienen und Laufkäfer anziehen, übersichtliche, nicht von Hochleistungsgras überwucherte Brutplätze. Das schätzen, zum Beispiel, Feld- und Heidelerche, die sich beide hören lassen, Goldammer und Dorngrasmücke, die vermutlich in der dichten Wildhecke am Rand des Abbaugebiets nisten. Es kommen vermutlich noch diverse andere Arten in und an der Grube vor, aber um die zu entdecken, müsste man erstens über den Zaun klettern und zweitens vermutlich auch zu früherer Tageszeit vorbeikommen, wenn sie noch aktiver sind. Lebhafter und unübersehbarer Flugverkehr herrscht dagegen an der Uferschwalbenkolonie am Hang eines Sandhügels, den (vermutlich) die Bagger aufgeworfen haben. Wir zählen um die 20 an den Brutröhren ein- und ausfliegende Vögel – wahrscheinlich sind es insgesamt weit mehr.

Wenn die Stimmen der Vögel nicht nur von Naturbeobachtern gehört würden, sondern auch von Entscheidungsträgern in Politik und Behörden: Es gäbe keine langen Diskussionen darüber, was mit der Kiesgrube nach ihrer Stillegung passiert. Sie würde nicht aufwändig „renaturiert“ oder gar verfüllt werden, um Äcker oder schlimmstenfalls Gewerbegebiete darauf anzulegen. Sondern sie bliebe einfach, was sie jetzt ist: eine weite, offene, wilde Fläche, die allein von den Naturkräften weiter gestaltet wird. Von Regengüssen und Erosion, die vermutlich die Abraumhügel allmählich abtragen und einebnen werden, vom Wind, der Samen von Wildkräutern heranwehen wird, die nach und nach die jetzt noch offenen Sandflächen bedecken werden. 

Die Vögel hätten sicher nichts dagegen, dass die Grube wieder für Menschen zugänglich wird (solange die auf den Wegen bleiben und ihre mitgeführten Hunde, aus Rücksicht auf Bodenbrüter, an der Leine halten). Wogegen sie aber vehement protestieren würden: dass die bestehenden Biotope der Umgebung, vor allem die Wälder, für weiteren Kiesabbau geopfert oder auch nur durch ihn beeinträchtigt werden. Das gilt ganz besonders für den Bruchwald im Pferdebachtal. Es ist nicht übertrieben, ihn einen Biodiversität-Hotspot zu nennen: wegen der Vielfalt an Arten, die in ihm vorkommen, aber mehr noch wegen der schieren Zahl an Individuen, die in ihm leben.

Man kann das natürlich nicht allein anhand seines Sounds beurteilen, schon gar nicht auf Basis einer einzigen Exkursion. Aber mein Eindruck ist, dass der Bruchwald gleich mehrere „Quellpopulationen“ verschiedener Vogelarten beherbergt. Mit diesem Fachausdruck bezeichnen Ökologen Tierpopulationen eines bestimmten Gebiets, die so stark und kontinuierlich wachsen, dass sie die gesamte Umgebung mit ihrem Nachwuchs „versorgen“ können. Und so bewirken, dass diese Umgebung auch dann noch lebendig und artenreich bleibt, wenn die Lebensbedingungen in ihr eher ungünstig sind. 

Konkret auf die Aue bezogen, könnte das folgendes heißen: Solange der Bruchwald am Pferdebach und den verbundenen Fließgewässern intakt bleibt, werden auch reichlich Drosseln, Buchfinken, Rotkehlchen und Zaunkönige in den Gärten von Tangendorf und Wulfsen singen. Aber wenn dem Wald das Wasser abgegraben wird, dürfte es nicht nur dort, sondern in der gesamten Umgebung merklich stiller werden.

Das sind, wie gesagt, nur Vermutungen ohne wissenschaftliche Basis. Um diese zu schaffen, müsste man die Vögel in der Aue nicht nur einmal „abhören“, sondern regelmäßig zählen, am besten zu festen Zeiten und auf immer der gleichen Strecke. Wir haben immerhin schon mal eine Grundlage geschaffen, indem wir während unserer Exkursion Protokoll über alles Gesehene und Gehörte geführt haben – so wie sich das für anständige Hobbyornithologen gehört. 

Unsere Tagesliste verzeichnet insgesamt 160 Vögel – nicht alle, aber die allermeisten davon singende Männchen. Das heißt, dass wir diese Zahl mindestens mit drei oder vier multiplizieren können, um annähernd auf die tatsächlich vorhandene Vogelpopulation im Exkursionsgebiet zu kommen. Denn jedes singende Männchen steht für ein Revier, das in der Regel nicht nur von ihm, sondern auch von der zugehörigen Kleinfamilie bewohnt wird: Weibchen und geschlüpften Jungvögeln. Also 640+x Vögel. Das ist immer noch konservativ gerechnet, weil zu dieser relativ späten Tageszeit, wie schon gesagt, vermutlich nicht mehr alle Revierinhaber gesungen haben. 

Insgesamt 39 Arten haben wir verzeichnet – die erwähnten plus einige weitere, die wir vor allem in Dorfnähe registriert haben. Tangendorf hat einen schönen, lebendigen Sound, zu dem unter anderen Grünfinken, Stare, Rauchschwalben, Hausrotschwänze und (mindestens) zwei mitgliederstarke Haus- und Felssperlingsclans beitragen. 

Die letzten notierten Vögel des Tages waren sechs Höckerschwäne, die beim Einbiegen in den Schulberg über uns hinweg flogen. Eine der wenigen Vogelarten übrigens, die man allein anhand des Fluggeräusches bestimmen kann: Das klingt, als wenn jemand durch eine verstopfte Blockflöte bläst. Nicht direkt schön, aber markant und unverwechselbar. 

Autorin: Johanna Romberg

13.06.2021

Ein Tag an der Dorfstrasse oder: wo ist die Stille?

ein Sommermärchen

ich bin Langschläfer, was vor 9.00 h morgens geschieht, ist ausserhalb meiner Beobachtung. Aber mit dem Minztee aus dem Garten um 9.15 h bin ich präsent.

Die Dorfstrasse habe ich aus meinem Wintergarten heraus voll im Blick und bei geöffneten Türen voll im Ohr.

Heute scheint die Sonne, die Sicht ist gut, die LKW haben freie Fahrt. Bis ca 11.00 h gern im Dreiminutentakt- nur die LKW der Firma Lütchens. Sollten die mal ein wenig weniger mobil sein, helfen die LKW der Firmen Haupt und Kaiser aus dem Nachbardorf und deren Zulieferer aus.

Scharfer Truck, heisse Ladung!

Schneller Tod für Katze und Konsorten. 

Aber „Lütchens kommt“ ist mehr als ein Spruch, es ist eine Ansage.

Lütchens kommt, die Stille geht.

Spätestens wenn die leeren LKW zurück ins Dorf kommen, die scheppern dann auf jeder Bodenwelle und jedem Kanaldeckel, dass es nur so kracht.

Von 14.00- 16.00 h ist dann  Endspurt. Raus aus dem Dorf, rein ins Dorf. Der Feierabend naht, da muss man sich beeilen.

Danach: Stille?!

Von wegen!

Eins muss man dem Stand der Landwirte lassen: faul sind die nicht. Die mittlerweile riesigen Trecker brauchen keine lauten Motoren, nein, das Abrollgeräusch ihrer gigantischen Räder beschallt das Dorf viel besser.

Aber ich möchte nicht schimpfen, ich mag Trekker. Und im Dunkeln nach 16.00h fahren sie auch nur im Winter.

Mein schönes Dorf.

Wo ist die Stille hin?

Kommt die jemals wieder?

Autor: Ekke Braas

05.06.2021

Pfingstsonntag mit Matthias Schuh im Wald, an der Aue und der Kieskuhle

Das Frühlings-Hungerblümchen, klein, zierlich und weiß blühend, wächst auf mageren Böden. Wenn es früher irgendwo massenhaft auftrat, galt das als Vorzeichen für eine schlechte Ernte – daher der Name. 

Die Blätter des Waldgreiskrauts kleben leicht an einander, wenn man sie zusammendrückt. Der Name der Greiskräuter – wissenschaftlich heißt ihre Gattung Senecio – bezieht sich auf ihre Fruchtstände, die an die Haare älterer Herrschaften erinnern: Sie sind mattweiß, flockig und werden leicht davongeweht.

Waldgreiskraut und kleiner Sauerampfer

Der Aufrechte oder Schmalblättrige Merk gedeiht an oder in kleineren Fließgewässern. Die dürfen allerdings im Sommer nicht zu warm werden. Blätter und Blüten sind essbar, werden aber vor allem äußerlich eingesetzt – zur Behandlung von Rheuma und zum Waschen von Schwellungen und Hautausschlägen.

der aufrechte Merk

Wenn man mit einem Pflanzenkenner durch eine Landschaft geht, nimmt man sie anders wahr. Nicht nur als Landschaft, also als mehr oder weniger schönes, grünes, abwechslungsreiches Gesamtkunstwerk, sondern als eine Versammlung von Individuen, von denen jedes seine unverwechselbare Eigenart, seine besondere Geschichte hat.

Was diese Wanderung für mich zusätzlich interessant gemacht hat, war, dass der Gärtner und Pflanzenkenner Matthias Schuh aus Vierhöfen kommt und seit Jahrzehnten die Konflikte um den Kiesabbau dort mitverfolgt hat – zum Teil auch als Mitglied des Gemeinderats. Was er uns davon erzählt hat, folgt nach dem „Botanik-Teil“ dieses Texts.

Wir waren am Pfingssonntag unterwegs, dem 23.5.21, von Tangendorf aus durchs Tal des Pferdebachs, dann südwärts durch den Wald, der dem künftigen Kiesabbau weichen soll, an dessen Rand entlang zur jetzigen Abbaugrube und an deren Absperrzaun entlang zurück durchs Pferdebachtal und wieder nach Tangendorf. Für diesen Weg braucht man, bei flottem Schritt, ca. 1 bis 1 ½ Stunden; wir haben dreieinhalb gebraucht, weil wir uns immer wieder über neue Gewächse am Wegrand gebeugt haben. Etwa 35 habe ich mir notiert – einen kleinen Bruchteil dessen, was wir bei einer systematischen botanischen Bestandsaufnahme des gesamten Gebiets gefunden hätten. Denn erstens sind wir natürlich auf den Wegen geblieben und – bis auf eine kurze Strecke – nicht querfeldein gegangen, zweitens haben wir uns auf die Gewächse konzentriert, die zu dieser speziellen Zeit besonders ins Auge fallen. Die Frühblüher – Buschwindröschen, Veilchen, Scharbockskraut etc. – waren schon fast wieder verschwunden, viele Sommerblüher, zB Mädesüß, Blutweiderich, Johanniskraut, Engelwurz, nur anhand von Blättern oder Stengeln erkennbar. Zudem gibt es Artfamilien, vor denen selbst der Pflanzenkenner Matthias Schuh kapituliert: Seggen etwa, die zu den Sauergrasgewächsen gehören und allein in Deutschland in ca. 150 Arten vorkommen. Man muss, um sie zu bestimmen, auf winzige Details wie etwa die Form der Blattscheide oder des Fruchtschlauchs achten (bitte nicht fragen, was das genau ist). Wir begnügten uns damit, festzustellen, dass im Bruchwald des Pferdebachtals sowohl lange als auch kurze, borstige und glatte, breit- und schmalblättrige Seggen vorkommen. (Um sie genauer zu inspizieren, hätten wir in Gummistiefeln durch den Sumpf waten müssen). 

Ich würde grob – und sehr vorsichtig – schätzen, dass in dem von uns durchwanderten Gebiet mindestens 250 bis 300 verschiedene Pflanzenarten vorkommen. Wahrscheinlich sind es mehr, denn das Gebiet enthält (ebenfalls ganz grob gesagt) fünf grundverschiedene Biotope: den Bruchwald des Pferdebachtals, den Bach selbst mitsamt seinen Zuflüssen und unmittelbaren Uferzonen, den Saum der (intensiv bewirtschafteten) Fettwiese, besser gesagt des Grasackers, südlich des Bachauwalds, und den daran angrenzenden Kiefernwald (der für den künftigen Kiesabbau abgeräumt werden soll). Dazu die Trockenrasen am südlichen Rand des Kiefernwalds und am Zaun der jetzigen Kiesgrube. Als sechsten Biotop könnte man noch die Wegränder am Liebesgrund hinzurechnen; die Pflanzen, die dort wachsen, finden sich aber zum größten Teil entlang der gesamten Wegstrecke.

Ich liste jetzt einfach mal alle gesichteten Pflanzen auf, in der Reihenfolge, wie ich sie notiert habe, mit ein paar Zusatzinfos und (subjektiven) Beschreibungen.

Große Sternmiere (Stellaria holostea): vielleicht die häufigste, zumindest an diesem Tag auffälligste Pflanze am Wegrand; ihre vielen kleinen weißen Blüten wirken wie zarte Schaumkrönchen auf der Krautschicht am Waldboden.

Sternmiere

Gelbe Wiesenraute (Thalictrum flavum) Kann mich komischerweise nicht mehr an sie erinnern, obwohl ich sie aufgeschrieben habe – ist gar nicht so häufig, weil sie auf nährstoffarmen, feuchten Böden vorkommt. Blätter gefiedert, Blüten wie winzige Sonnen mit vielen dünnen, zarten Strahlen.

Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) Wilder Verwandter unseres Küchenkrauts, ähnliche, aber größere Blätter, typische Wegrandpflanze auch auf stickstoffhaltigen Böden

Wiesenkerbel

Kohl-Gänsedistel, oder Gemüse-Gänsedistel (Sonchus oleraceus) typische Pionierpflanze, die mit ihrer tiefen Pfahlwurzel den Boden für andere Pflanzen „erschließt“. Gelbe Korbblüten waren noch nicht zu sehen, nur die Blätter, die ihre Form während des Wachstums verändern: Erst sind sie ganzrandig, dh der Rand bildet eine glatte Linie, dann wird er wellig, zum Schluss geschlitzt. 

Sumpfschwertlilie (Iris pseudoacuros): Wir haben nur die Schwerter gesehen, nicht die gelben Blüten, die Ende Mai bis Juni aufgehen sollten. Sie gedeiht im Wasser, das mindestens ein halbes Jahr lang mindestens 20 cm hoch über dem Boden stehen muss. Kaum eine andere Blühpflanze hält diese Bedingungen aus, aber die Sumpfschwertlilie braucht genau diese!

Sumpfschwertlilie

Aufrechter oder Schmalblättriger Merk (Berula erecta): siehe Text oben

Baldrian (Valeriana spec.) Vermutlich haben wir den häufigen Arznei-Baldrian gesehen, Valeriana officinalis, aber da die Pflanze noch nicht blüht, legte sich Matthias lieber nicht fest – Flora incognita verzeichnet allein sechs bei uns heimische Arten.

Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria): auch ohne Blüte erkennbar an den roten Stengeln, aus denen die Blätter direkt rauswachsen. Die riechen, wenn man sie zerreibt, unangenehm nach Terpentin – also ganz anders als die Blüten!

Mädesüß

Strahlenlose Kamille (Matricaria discoidea): Auch wenn ihr die Blütenblätter fehlen – man kann daraus genauso Kamillentee kochen wie aus der Echten Kamille (M.chamomilla). Das unterscheidet sie von der Geruchlosen Kamille, auch Falsche Strandkamille genannt: Die hat weiße Blütenblätter um das gelbe Körbchen, riecht aber kaum. Um die Verwirrung komplett zu machen, wachsen alle drei auch noch oft an den gleichen Stellen – wie am Rand der Fettwiese zwischen Aue und Kiefernwald. Die anderen elf Kamillearten, die bei uns vorkommen (sie gehören zu verschiedenen Gattungen) sind alle mehr oder weniger medizinisch wirksam.

strahlenlose Kamille

Der zur Abholzung vorgesehene Kiefernwald: Auf den ersten Blick sieht er wie eine der regionaltypischen Nadelholzpflanzungen aus der Nachkriegszeit aus. Also ökologisch mäßig interessant. Aber da er seit Jahrzehnten (?) nur noch als Jagdrevier, nicht zur Holzernte genutzt wird, ist er schon ein bisschen wild geworden: Auf dem Boden sprießen jede Menge Stauden, Gebüsch und Farne, darauf liegt ungewöhnlich viel Totholz – vom Wind oder aus Alterschwäche abgebrochene Äste. Die Wege sind mit Kräutern und Moosen bewachsen, dazwischen: Die Lorchel! (Helvella Lacunosa). Und zwar ein gutes Dutzend davon, vermutlich mehr. Mich erinnert sie in Form und Farbe ein bisschen an Mu-Err-Pilze (Judasohren), die man in Asialäden bekommt. Aber die Ähnlichkeit ist oberflächlich; das ist eine ganz andere Gattung.

Lorchel

Tamarisken-Thujamoos (Thuidium tamariscinum): Heißt so, weil die Ästchen an die Blätter von gleich zwei Pflanzen erinnern. Ist ein typisches Waldmoos, sehr verbreitet, aber mir hier zum ersten Mal so richtig aufgefallen. Sehr hübsch und filigran.

Tamarisken- Thujamoos

Wald-Greiskraut (Senecio sylvatica): siehe Text oben

Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella): Matthias Schuh nennt ihn „Heide-Ampfer“, vielleicht, weil er hier so allgegenwärtig ist. Er wächst im Kiefernwald, am Waldrand sowie am Rand der Kiesgrube (und auch in den Pflasterritzen vor unserer Haustür). Die Blätter erinnern ein bisschen an kleine Hellebarden – manche jedenfalls; sie sind in der Form sehr variabel.

Auf der Südseite des Waldes liegt der botanische Hotspot unserer Exkursion – vielleicht sogar der gesamten geplanten 180 Hektar Abbaufläche. Man sieht ihm das nicht an: ein schmaler, kaum zwei Meter breiter hellgrüner Streifen zwischen Waldrand und dem daran angrenzenden Spargelfeld. Auf den zweiten Blick erweist sich dieser Grünstreifen als ein dicht bevölkertes Wildpflanzenasyl. Als letztes schmales Refugium für all die Kräuter, die auf den blanken, vermutlich mit Glyphosat bewuchsfrei gehaltenen Furchen des Spargelfelds keinen Fuß mehr fassen können, und dem beschatteten Waldboden.

Ackerhundskamille. Frühlings-Hungerblümchen. Acker-Stiefmütterchen. Acker-Schmalwand. Tüpfel-Johanniskraut. Einjähriger Knäuel. Ackerfrauenmantel. Mäusewicke oder Kleiner Vogelfuß (benannt nach der Form der Früchte), Sand-Mohn (vom bekannteren, aber selteneren Klatschmohn durch die länglichen Fruchtkapseln und den dunkleren Fleck in der Blütenmitte unterschieden) Schmalblättriges Greiskraut (heißt auch: „Bremer Gruß“, weil es mit Schiffsladungen aus Südafrika zunächst nach Bremen gekommen ist, sich dort angesiedelt und im Laufe mehrerer Jahrzehnte allmählich ausgebreitet hat). Lauter Pflanzen, die mehrheitlich eines gemeinsam haben: Sie tragen die Bezeichnung „arvense“ im Namen, „dem Acker zugehörig“, und sie sind relativ kleinwüchsig, zart und eher unscheinbar – typisch für Pflanzen, die sich auf mageren, trockenen Böden behaupten. Also dort, wo Gewächse, die auf reichlich Nährstoffe angewiesen sind, buchstäblich verhungern würden. 

Sandmohn

Das Bild dieses Kräuterasyls geht mir nicht aus dem Kopf. Weil es einerseits zeigt, wie einfach Naturschutz bei uns sein könnte, und wie schwer er es hat. Wie ungleich die Kräfteverhältnisse zwischen Natur und Wirtschaft bei uns sind: Hier die gut vier Hektar große Spargel-Mondlandschaft, die der Bauer vermutlich am liebsten bis direkt an die Baumstämme ausgedehnt hätte, um noch den letzten Cent an Ertrag aus der Fläche rauszupressen, auf Kosten von allem, was sonst da leben würde. Und daneben dieser schmale, insgesamt vielleicht 2000 qm umfassende Grünstreifen, auf dem dieses Leben sich förmlich ballt. Was den meisten, die daran vorbeigehen, aber vermutlich gar nicht auffällt, weil die Pflanzen mit „arvense“ im Namen in der Regel nicht durch üppige Blütenpracht auffallen.  

Es wäre so leicht, ihnen mehr Lebensraum zu verschaffen. Diese Ackerkräuter, und überhaupt alle Magerrasenpflanzen, sind ja der Inbegriff der Genügsamkeit. Sie wachsen überall, wo ihnen jemand einen Streifen offenen, besonnten Bodens freiräumt. Es macht ihnen nichts, wenn sie wochenlang keinen Tropfen Regen abbekommen, oder wenn sie gelegentlich von Traktorreifen überfahren oder versehentlich umgepflügt werden – im Gegenteil, an solchen „Störstellen“ siedeln sie sich besonders gern neu an. Das Einzige, was sie nicht aushalten, sind Pflanzengifte und künstliche Stickstoffzufuhr in Form von Gülle oder Kunstdünger. Aber genau das ist eben ihr Problem. Und natürlich das Problem all der Tiere, die von ihnen leben, der Käfer und Falter und Wildbienen. 

Um den Insekten, vor allem den Bienen, was Gutes zu tun, werden jetzt überall Blühstreifen angelegt, im günstigen Fall mit Regio-Saatgut, im ungünstigsten mit Phacelia und Sonnenblumen, zwei Arten, die hier noch nicht mal heimisch und ökologisch entsprechend wertlos sind. So oder so ist das Blühstreifenanlegen aufwändig und teuer, und natürlich wird es gut subventioniert, in Niedersachsen mit bis zu 1000 €/Hektar. Es wäre so viel einfacher, billiger und nützlicher, einfach mehr breite Grasstreifen am Feldrand stehen zu lassen und diese 1x im Jahr zu mähen. Aber das widerspricht natürlich dem gängigen Kontroll- und Gestaltungswahn nicht nur der Landwirtschaft. Und dem Naturbild der meisten Leute, die mit „Wildpflanzenwiese“ halt den Anblick üppiger Blütenpracht verbinden. Und nicht wissen, dass ein typischer Nordheide-Sandmagerrasen genau das eben nicht hervorbringt – aber auf den zweiten und dritten Blick genauso formenreich, anmutig und prallvoll mit Leben ist wie eine farbenprächtige Alm-Matte.

Auf dem letzten Wegstück nach dem Kiefernwaldrand-Pflanzenasyl habe ich nicht mehr so viel notiert, weil nach guten drei Stunden Botanik intensiv nicht mehr voll aufnahmefähig. Aber drei Pflanzen sind mir, unabhängig von meinen Notizen, in Erinnerung geblieben:

Das Kleine Filzkraut (Filago minima), ein typisches Sandmagerrasengewächs, das in Niedersachsen auf der Roten Liste steht. Es wuchs in mehreren noch nicht aufgeblühten Horsten auf einer halboffenen Sandfläche am Rand der Kiesgrube.

kleines Filzkraut

Die Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa), eine Waldrandpflanze, die mir, da noch nicht blühend, nicht als besonders aufgefallen wäre. Das ist sie aber allein schon deshalb, weil es einen Falter gibt, dessen Überleben wesentlich an ihrem Vorkommen hängt: Die Raupen des Braunwurz-Wald-Mönchs, eines relativ unscheinbaren Nachtfalters, ernähren sich ausschließlich an Braunwurz-Gewächsen, vor allem dieser Art, von der sie ein möglichst reiches Angebot brauchen.

Das Wechselblättrige und das Gegenblättrige Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium und oppositifolium), zwei nahe Verwandte, die am Ufer des Pferdebachs direkt nebeneinander wachsen. Sie hatten schon fast ausgeblüht, aber Matthias Schuh hatte noch zwei Exemplare gefunden und konnte uns den Unterschied zwischen beiden vorführen.

Autorin: Johanna Romberg

wechselblättriges und gegenblättriges Milzkraut

24.05.2021

der Zaun muss weg!

im Dezember 1999 war klar, dass die Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau verloren hatte: der Abbau wurde genehmigt, allerdings nur auf 26 Hektar.

Der Kompromiss lautete so: der Wald wurde gerettet und sollte nicht dem Abbau zum Opfer fallen. Innerhalb von ca 20 Jahren seien die Abbauarbeiten vollendet, die Natur werde in drei Teilen renaturiert- aufwändig!- und Teile des Terrains würden wieder geöffnet.

Nun, 22 Jahre später, ist das Gebiet inzwischen auf 36 ha vergrössert worden und wir kämpfen wieder mal um den Erhalt des Waldes. Des einzigen Waldes, den Tangendorf als Naherholungsgebiet noch hat. Samt angrenzendem Naturschutzgebiet.

Zu Zeiten, in denen die Welt diskutiert, wie wichtig Wälder für unser Klima sind und Niedersachsen Strafe an die EU zahlen muss, weil das Land nicht genug Naturschutzgebiete ausweist.

Auch der Zaun ist immer noch da und umrundet das komplette Areal von 36 ha! Und es ist kein Ende abzusehen. Das umzäunte Gebiet ist ja noch grösser geworden. E hat uns von einem wichtigen Weg durch die Osterheide abgeschnitten.

Wir fordern deshalb: der Zaun muss weg. Da, wo nicht mehr abgebaut wird. Sofort.

17.05.2021

Matthias Schuh- nun bereits sein dritter Spaziergang durch die Aue!

Matthias Schuh’s Spaziergang an der Ostseite der Aue “Eine tolle Kulturlandschaft, mit feuchten Sickerwiesen und trockenen Wald- und Feldrändern. DAS muss unbedingt so bleiben!!!!”, so sagt er

Fotos: Matthias Schuh

08.05.2021

Unser Vierhöfener Mitstreiter, Matthias Schuh, passionierter Spezialist für Wildpflanzen war noch einmal ganz in Ruhe in der Aue…

Fotos: Matthias Schuh

07.05.2021

unsere Übersichtskarte

zeigt den geplanten Kiesabbau zwischen Tangendorf, Wulfsen und Garstedt

04.05.2021

was blüht und grünt…

am Rand zwischen Naturschutzgebiet und Wald, der abgeholzt werden soll.

Wir wollten es genau wissen und sind mit zwei Spezialisten, Matthias Schuh und Sven Bockelmann durch die Auwiesen und am Waldrand entlang unterwegs gewesen.

Wir haben Erstaunliches gefunden und werden unsere Bestandsaufnahme mit der weiteren Entwicklung der Natur fortsetzen.

01.05.2021

und hier zeigt der Frühling sein erstes Grün…

28.04.2021

Winterzauber im Auenland-

wer erinnert sich? So lange ist das gar nicht her, Ende Januar war unser Wald ein glitzerndes Märchenland…

der Baggerbeisser im Wald zeigt an, welche Areale dem Sandabbau zum Opfer fallen sollen.

27.04.2021


Wir zeigen, worum es geht:

mit spezieller Forstfarbe besprüht, die auch die Waldarbeiter benutzen. Sie schädigen die Bäume nicht

26.04.2021

Unser Wald in der Zukunft?

26.04.2021

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