Pfingstsonntag im Wald

Am Pfingstsonntag waren wir wieder im Wald. Stundenlang. Matthias Schuh, Johanna Romberg aus Salzhausen, preisgekrönte Journalistin, Buchautorin und ehemalige GEO- Redakteurin mit großer Liebe zur Natur und der Vogelbeobachtung. Und ich.

Wir waren am Pferdebach aber vor allem auch im Wald, der fallen soll, am Waldrand zum Spargelfeld und an der Kieskuhle.

Wir waren alle drei begeistert von der Vielfalt der Pflanzen, die sich dort am Wald versammelt hatte, die nirgendwo sonst mehr existieren können, weil es keine Brachen mehr gibt und sie von den Feldern längst vertrieben wurden. Dieser letzte Platz für sie ginge unwiederbringlich verloren.

Ein Naturschutzgebiet ist kein Ziergarten. Vieles, was selten und schützenswert ist, hat keine spektakulären Blüten oder eine große Geschichte.

Man muss sie kennen, diese grünen Freunde, die zum Teil so unscheinbar sind, dass wir achtlos an ihnen vorbei gehen.

Aber wenn man genau hinschaut, sieht man, wie filigran und speziell sie sind, manche duften, manche stinken, sind giftig oder süß und aromatisch, jedes hat etwas Besonderes. Jedes hat seinen Platz in unserem Ökosystem, der zur Leerstelle wird, wenn es verschwindet.

Wir haben im Wald noch mal viele Lorcheln gefunden und die abgedrehteste, seltenste Pflanze tatsächlich am Rand der Kieskuhle, so unscheinbar, dass man sie sofort übersehen könnte.

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